Das Akutphasen-Protein CRP (C-reaktives Protein) ist ein klassischer Marker zur Diagnostik einer Inflammation (Entzündungsreaktion) im Körper. Die Synthese von CRP erfolgt in der Leber und wird durch proinflammatorische Cytokine insbesondere Interleukin-6 ausgelöst. Über das Plasma gelangt CRP an die Orte der Inflammation und trägt dort aktiv zur angeborenen Immunabwehr bei. Systemische Inflammationen werden in der Regel von einem deutlichen Anstieg der CRP-Konzentration im Blut begleitet. Vor allem bakterielle Infektionen, sterile Gewebeschädigungen z.B. nach operativen Eingriffen, Traumen oder extremer körperlicher Belastung, Tumore vor allem im metastasierenden Stadium, einige Autoimmunkrankheiten sowie maligne Systemerkrankungen (Hodgkin- und Nicht-Hodgkin-Lymphome) können der Auslöser eines CRP-Anstiegs sein. In der Diagnostik wird CRP häufig eingesetzt, um zwischen viralen und bakteriellen Infektionen zu differenzieren, da das Ausmaß der CRP-Erhöhung bei bakteriellen Infektionen deutlich stärker ist. Häufig wird CRP auch bestimmt, um den Erfolg einer Behandlungsmethode z.B. einer Antibiotikatherapie zu überprüfen.
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