Der BioNexia® Mikroalbumintest ist ein immunchemischer lateral flow Test.
Er dient dem semiquantitiativen Nachweis geringer Mengen von Albumin im
Urin.

Die dauerhafte Ausscheidung geringer Mengen Albumin mit dem Urin kann das erste Anzeichen einer Nierenschädigung sein. In der gesunden Niere wird Albumin in der Regel glomerulär fi ltriert und tubulär rückresorbiert, so dass es kaum im Urin nachweisbar ist. Bei einer geschädigten Niere ist dieser Prozess gestört. Eine Ausscheidung von Albumin im Bereich von 20-200 mg/L bezeichnet man als Mikroalbuminurie. Mit dem BioNexia® Mikroalbumintest werden derartig geringe Konzentrationen bereits sicher erfasst.
Speziell bei Diabetikern können positive Testergebnisse auf eine beginnende diabetische Nephropathie hindeuten. Ohne entsprechende therapeutische Intervention kommt es bei einem hohen Prozentsatz der Patienten zum Fortschreiten dieser Komplikation. Die Albuminausscheidung nimmt kontinuierlich zu (= Makroalbuminurie) und endet schließlich nach mehreren Jahren in einer Niereninsuffi zienz, die Dialyse oder eine Nierentransplantation unumgänglich macht. In den USA und Europa ist Diabetes die Hauptursache für terminales Nierenversagen.
Eine weltweit durchgeführte Studie (DEMAND) zeigt, dass ca. 41% der Typ-2 Diabetiker eine Mikroalbuminurie aufweisen. Die Häufigkeit der Mikroalbuminurie nimmt mit Alter, Blutdruck und Diabetes-Dauer zu, und ist umso seltener, je besser der Blutzucker eingestellt ist. Die hohe Prävalenz der Erkrankung macht deutlich, wie wichtig ein jährliches Screening auf eine Mikroalbuminurie bei Diabetikern ist. Bei Typ-1 Diabetikern werden in der Regel die ersten Messungen 5 Jahre nach Einsetzen der Erkrankung empfohlen. Bei Typ-2 Diabetikern sollte das Screening direkt mit Beginn der Diagnose beginnen, da unbekannt ist, wie lange die Krankheit bereits besteht. Der Diagnose einer Mikroalbuminurie kommt weiterhin besondere Bedeutung zu, da sie bei Typ-2 Diabetikern nicht nur das erste Anzeichen einer beginnenden Nephropathie, sondern auch ein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen sein kann.
Eine Erhöhung der Albuminausscheidung kann außer durch Schädigung renaler Strukturen auch durch weitere Einfl ussfaktoren bedingt sein wie körperliche Aktivität, Harnwegsinfekte, Bluthochdruck, Herzinsuffi zienz oder operative Eingriffe. Verschwindet nach Beseitigung dieser Faktoren die erhöhte Albuminausscheidung, handelt es sich lediglich um eine transiente Albuminurie ohne sicheren Krankheitswert.
Da die Albuminausscheidung von Tag zu Tag erheblich variieren kann, sollten mindestens 2 von 3 Urinproben, die über einen Zeitraum von 3-6 Monaten gesammelt wurden, erhöhte Albuminwerte aufweisen, bevor die Diagnose einer Mikroalbuminurie gestellt wird.